Schweissprüfung Mittelland, 6.8.2017 im Raum Laupen

Bei nicht mehr ganz so heissem Sommerwetter wie an den Vortagen fand am Sonntag, 6. August 2016, im Raum Laupen die vom Berner Jägerverband nach TKJ ausgeschriebene Schweissprüfung im Berner Mittelland statt. Die Prüfungsleitung lag wie schon 2016 auch heuer bei Peter Zenklusen, Lyss. Organisiert und durchgeführt wurde die Schweissprüfung im Mittelland vom Jägerverein Laupen unter Leitung seines Präsidenten Stefan Zwygart.

Prüfungsleiter Zenklusen konnte pünktlich um 07.00 Uhr 41 Gespanne zur Schweissprüfung im Mittelland begrüssen. Als Gäste hiess er Jagdinspektor Nik Blatter und BEJV Präsident Lorenz Hess, an der heutigen Schweissprüfung selber Hundeführer, herzlich willkommen. Beurteilt wurden die Gespanne von 2 Richterinnen und 20 Richtern, die für ihre Richterarbeit aus weiten Teilen der gesamten Deutschschweiz angereist waren. Das Richtergremium richtete "pro Wild" d.h. so, dass ein Hund, der die Schweissprüfung bestanden hat, mit gutem Gewissen für eine "live" Nachsuche auf der Jagd 2017 eingesetzt werden kann. Rund 25,5 km Fährten (35 x 500 m und 8 x 1‘000, inklusive je einer Reservefährte) wurden am Samstag von den Richtern angelegt, begleitet durch die ortskundigen Fährtenführer, im topografisch bestens geeigneten Gelände in den Wäldern rund um Laupen. Die grosse Helfercrew des Jägervereins Laupen und seines Präsidenten Stefan Zwygart leistete hervorragende Vorbereitungsarbeit, so dass alle Gespanne faire und hervorragende Bedingungen für ihre Arbeit vorfanden. Die Wetterbedingungen waren von den nicht mehr ganz so warmen Temperaturen her optimal, der Waldboden aber aufgrund der langen Hitzeperiode sehr trocken, was die Schweissarbeit erschwerte.

Nach der offiziellen Begrüssung wurden die 41Gespanne zügig in ihre 11 Gruppen entlassen. Vom Treffpunkt in Laupen aus ging es zusammen mit je zwei Richterinnen oder Richtern, dem ortskundigen Fährtenführer und den Bockträgern im Grossraum Laupen in die Prüfungs-Waldgebiete und anschliessend auf die Fährtenarbeit.
Nach getaner Schweissarbeit trafen sich am Mittag alle Gruppen zum gemeinsamen Aser in der Waldhütte in Laupen. Prüfungsleiter Zenklusen durfte BEJV Präsident Lorenz Hess nicht nur als Gast, sondern auch als Hundeführer begrüssen. Der von der Küchencrew zubereitete Grillplausch mit feinem „Härdöpfusalat“ Brot und Züpfe und diversen Cakes und Torten als süssem Abschluss mundete allen wunderbar.
Nach der Richtersitzung um 14 Uhr fand das Absenden statt, musikalisch sehr stimmig begleitet durch die Jagdhornisten Burgdorf. Auf der 1000m Fährte traten 7 Gespanne an und deren 6 hielten den sehr hohen Anforderungen stand und kamen erfolgreich zum Stück. Das entspricht einer hervorragenden Erfolgsquote. Von den 34 Gespannen, die sich den Anforderungen auf der 500m Fährte stellten, durften deren 18 den Bruch für das erfolgreiche zum Stück-Finden entgegennehmen. Hier wurden die Erwartungen nicht ganz erreicht. Gesamthaft haben 24 Gespanne bestanden. Nach einem kurzen Exkurs ins jagdliche Brauchtum, um zu klären, wo genau der Bruch für die erfolgreiche Schweissarbeit auf dem Hut getragen werden soll, fasst Ruedi Ruf als Richterobmann den Prüfungsablauf wie folgt zusammen: Sämtliche Gespanne fanden hervorragende Fährten vor, die im optimalen Gelände sauber gespritzt und von den Fährtenführern bestens begleitet wurden. Speziell bedankte sich Ruedi Ruf im Namen der Richterinnen und Richter für die kompetente und wichtige Arbeit der Fährtenführer. In keiner der 11 Gruppen gab es irgendetwas zu beanstanden, alles klappte im Gelände hervorragend. Abschliessend hält der Richterobmann fest, dass aufgefallen ist, dass einige Gespanne, die auf 500 m angetreten sind, noch nicht prüfungsreif und / oder nicht optimal vorbereitet waren. Er erwartet von den Hundeobfrauen und –obmännern, dass sie bei der Vorbereitung in den Sektionen, diesem Umstand vermehrt Beachtung schenken und Hundeführerinnen und –führer darauf aufmerksam machen, wenn sie noch nicht die nötige Prüfungsreife erreicht haben. Jede Schweissprüfung ist mit einem sehr grossen Aufwand verbunden und sollte nicht als zusätzliche Schweissübung „missbraucht“ werden. Im Namen des gesamten Richtergremiums gratuliert Ruedi Ruf den erfolgreichen Gespannen zu ihrem Erfolg und ermuntert die Führerinnen und Führer, bei denen es heute noch nicht ganz geklappt hat, weiter mit ihren vierbeinigen Kameraden zu üben und kontinuierlich weiterzuarbeiten, so dass es im nächsten Jahr ebenfalls klappt und sie erfolgreich zum Stück finden werden. An die Adresse der Rassehundeclubs richtet er den Aufruf, einen guten Richterinnen und Richter-Nachwuchs zu fördern, da er feststellt, dass das Durchschnittsalter der Richtergremien doch nahe bei 65 Jahren liegt.
Prüfungsleiter Peter Zenklusen bedankte sich bei Stefan Zwygart und seiner Helfercrew, für die sehr engagierte und tatkräftige Unterstützung bei den umfangreichen Vorbereitungsarbeiten und der eigentlichen Durchführung am Prüfungstag selber. Ohne den selbstlosen Einsatz der Helferinnen und Helfer ist eine Schweissprüfung nicht durchführbar. Es bedarf alle Jahre einer administrativ-organisatorischen und logistischen Meisterleistung, dass ein wichtiger Hündeler-Anlass des BEJV gut und ohne nennenswerte Probleme über die Bühne geht!

Folgende Hundeführerinnen und Hundeführer durften aus den Händen von Prüfungsleiter Peter Zenklusen die Prüfungsausweise mit dem Vermerk „Bestanden“ entgegennehmen:

 

1000m
Riesen Konstantin mit 2 Hunden
Stacher Jürg
Walther Marc
Beer Rudolf
Kaiser René

 

500m
Von Fischer Rudolf
Kummer Urs
Sollberger Thomas
Egger Ursula
Blaser Bruno
Dreier Fritz
Limacher Werner
Hess Lorenz
Tschanz Benjamin
Schwarzenbach Thomas
Echaud Michel
Glauser Werner
Wüthrich Michael
Von Arx Max
Meier Georg
Howald Kurt
Kramer Tobias
Wittwer Hans-Ulrich


Daniela Jost
Leiterin Geschäftsstelle BEJV

 

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